Minimales Schreibgepäck besteht aus:
Notizheft und Stift
Ich bevorzuge „das dünne Heft“ ddH, ein Moleskine Notizheft. Das Heft ist grad mal 2mm dick und wiegt so gut wie nichts. Es kann sowohl im Jacket ohne aufzutragen verstaut werden als auch in der hinteren Hosentasche, da es flexibel ist. Das Heft hat 96 (!) Seiten, so viel wie sonst ein mindestens doppelt so dickes Notizbuch mit herkömmlichen Seiten. Die Seiten selbst sind angenehm glatt, so dass sie sich wunderbar beschriften lassen.
Der maximal minimale Stift ist selbstgebaut. Man nehme eine klassische Kugelschreiber-Mine und eine Haarklammer der Tochter. Die Haarklammer drückt man oben in die Mine langsam bis zum Ende ein.

Damit hat man einen Stift mit Clip, der nicht mehr vom Tisch rollt und einen Stift, der im Notizbuch durch den Clip befestigt werden kann. Nebenbei läßt sich der doch ziemlich dünne Stift mit dem Clip besser beim Schreiben halten.

Das Moleskin hat ein einfaches Fach an einem Ende, in dem sich ein paar kleinere Zettel sammeln lassen. Ziemlich praktisch.

Ebenso praktisch ist, dass die Hälfte der Seiten perforiert sind, so dass ich einzelne Seiten sauber herausreissen lassen. Wenn man mal Papier weiterreichen möchte, so hat man immer welches zur Hand.
Letztlich ist klar, dass solch ein Notizbuch im harten Alltag ziemlich leidet und dann verknittert und unansehlich wird. Nach meiner Erfahrung ist das etwa nach 4 Wochen der Fall. Allerdings: nach 4 Wochen ist das Moleskin sowieso vollgeschrieben und kann durch ein Neues ersetzt werden.
Ich benutze diese Heft seit 2 jahren. Was mich überzeugt hat ist die sorglose Handhabung und das unkomplizierte Mitnehmen-Können.
Ich habe die Hefte kombiniert mit einem digitalen Workflow, d.h. wenn die Heft voll sind, scanne ich sie mit geringer Auflösung ein (oder fotografiere sie mit dem Telefon), mache aus den 96 Seiten ein PDF und lege sie mir mit Password geschützt auf einen Online-Speicher meiner Wahl. Aufgrund der Seitengröße des Moleskine sind die PDFs anschliessend sogar auf dem Telefon mit einem PDF-Leser noch brauchbar lesbar.
Die Hefte selbst kann ich dann wegwerfen.
Brauchen tu ich die digitalen Scans nur selten. Die Zeit ist doch eher in der Gegenwart. Aber es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass man nachsehen könnte. Wenn man wollte.

