man weiss nie, wofür es gut ist

Im Leben passieren die unterschiedlichsten Dinge. Manche sind vorhersehbar, manche kaum, manche gar nicht. Manches ist überraschend und manches ist erst einmal unangenehm. Denn der Mensch neigt dazu, das Ungewohnte negativ zu bewerten. Es reisst ihn aus seinem Trott, es fordert ihm Aufmerksamkeit ab, es passt nicht ins Konzept.

Mit einer negativen Grundhaltung aber beraubst Du Dich der Chancen, die neue Dinge bieten, die Änderungen bieten, die das Unvorhergesehene bietet. Auch Dinge, die auf den ersten Blick unbrauchbar, beängstigend, unnötig zu sein scheinen, haben Auswirkungen, haben Folgen, haben eine Zukunft und werden zum Ausgangspunkt einer Vergangenheit.

Die Bewertung kann erst nachträglich vorgenommen werden, wenn die neuen Dinge bereits Geschichte sind. Und hier zeigt sich, dass vieles im Nachhinein sehr positive Auswirkungen hat. Dass es überhaupt erst eines solchen Anstosses bedurfte, um zu dem Neuen und Besseren zu gelangen.

Daher mein Rat an Dich:

1. nimm die Dinge an. Akzeptiere das Unerwartete.  Bejammere nicht, was nicht zu ändern ist. Verschwende keine Energie dafür, die Dinge zurückdrehen zu wollen.

2. sieh die Dinge als positiv, als Chance. man weiss nie, wofür etwas gut ist. Suche im Unerwateten nach Chancen. Du kannst vielleicht nichts dafür, dass es dazu kam. Aber Du kannst etwas dafür, wie Du damit umgehst.

3. handle. Tue die Dinge gut. Wenn es sich lohnt, etwas zu tun, dann muss es sich auch lohnen das gut zu tun. Mach die Dinge meditativ. Wenn feststeht, was du tun willst, spiele mit der Ausführung, spiele mit der Effizienz, spiele mit dem kunstvollen sich-einlassen.

 

Mach aus der Chance etwas

  • Sinnvolles
  • Brauchbares
  • das Gute
  • die neue Sichtweise
  • den neuen Ansatz

 

 

Ich will: ein Türsystem

Es soll:
Mit Smartphones öffnen / schließen
Automatisch aus der Tasche
Einmal / variabel oft mich verifizieren
Standard Batterien
Aufsatz
Elektrischer Schlüssel separat.
SMS Öffnung
Fernabfrage für Access
Öffnen aus der Ferne

Gern auch für Auto und Rad

Brauche nur noch mein phone.

3E – die Anleitung für atemberaubende Projekte

Das Ziel ist es, mit Spaß und Konzentration an die Sachen heranzugehen, die es sich für Dich zu tun lohnt.

Wenn Du also weißt, was Du erreichen willst, dann definiere das als Projekt, beschreibe den Effekt, den das haben wird für Dich, für Deine Lieben, für die Welt. Hol Dir die Freude am Bewegen und an der Geschmeidigkeit, freu Dich darüber, dass Du im Fluss bist. Und wenn Dir zusätzlicher Speed fehlt, wenn Du noch zuviel im Kopf hast, dann schnapp Dir die Entscheidung, lasse unnötiges weg, mach nur eine Sache, mach Sachen hintereinander, springe auf die 20% Aufwand für das 80% Ergebnis, um Geschwindigkeit zu erreichen, die mitreißt, die Dich jubeln lässt.

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Vorgehen:

1. EFFEKT: lege den gewünschten effekt fest. plane den weg.

  • was willst du erreichen
  • wofür ist das gut
  • wann ist es fertig
  • wie willst du das zelebrieren

2. EFFIZIENZ: hol dir spass auf dem weg durch experimente mit der effizienz:

  • was geht schneller
  • was ist geschmeidiger
  • was ist die schönere bewegung

3. ENTSCHEIDUNG: fokussiere und vereinfache den weg

  • was ist unnötig
  • 20% aufwand sind 80% ergebnis
  • lass extras weg
  • reduziere das ergebnis auf das wesentliche
  • streiche spielereien
  • konzentriere dich auf einzelne effekte
  • serialisiere (statt zu parallelisieren)

die 4 säulen

vier elemente machen die faszination aus, am leben zu sein und dinge tun zu können. es sind die vier säulen, auf denen du aufbauen kannst, die dich tragen, wenn du zweifelst oder nicht weisst, was du tun oder lassen kannst:

  1. neugierde
  2. begeisterung
  3. wissensdurst
  4. schaffensdrang

 

die vier säulen berühren dich zeitlich nacheinander:

die neugierde ist es, durch die du neue sachen findest, die neugierde treibt dich an, etwas näher anzusehen, dich damit auseinanderzusetzen, es dir erzählen zu lassen, es auf dich wirken zu lassen. ein leichtes interesse, das in blanke neugierde mündet.

die begeisterung, mit der du dich auf eine sache stürzen kannst. lass es zu, dass der sog, der davon ausgeht, dich davonträgt. der flow, fluss, der dich trägt.

der wissensdurst, der wunsch, die sache zu verstehen, sich damit genauer zu befassen, systematisch. der dich drängt zu forschen, zu üben, probieren

der schaffensdrang, der dich überfällt. der drang, das gelernte, das empfundene, das verstandene auszuüben, umzusetzen. etwas zu machen, etwas zu schaffen.

 

Der vorauseilende Gehorsam

Kaum eine Denkweise kann Dich mehr ausbremsen als der vorauseilende Gehorsam. Kaum etwas macht Dich abhängiger von Anderen und läßt Dich mehr in der Luft hängen. Und kaum etwas wird Dir weniger gedankt.

Was ist ein vorauseilender Gehorsam?:

  • gehorsam = tun, was der andere erwartet
  • vorauseilend = vorhersehen, was passieren wird

In Kombination führt das dazu:

  • erraten wollen, was Andere wollen könnten
  • es anderen Recht machen wollen
  • sich in Andere hineinversetzen
  • etwas tun, von dem man glaubt, der Andere würde das wollen / gutheißen / sich darüber freuen / dankbar sein

 

Schwierig ist die Erwartungshaltung, die daran hängt:

  • der Andere soll dankbar sein
  • soll sich freuen
  • soll das zum Anlass nehmen, Ähnliches zu tun
  • soll erraten, was man selbst gern möchte (aber nicht ausspricht)

 

Problematisch ist, dass der vorauseilende Gehorsam keine solide Basis hat. Vorauseilend meint, dass eine Klärung der Erwartungen und Anforderungen eben gerade nicht stattgefunden hat. Alles basiert auf Vermutungen. Und die Vermutungen speisen sich mehr an dem, was man selbst gerne hätte als an konkreten Beispielen von Anforderungen, die vom Anderen vielleicht in der Vergangenheit vorliegen.

Vermutungen aber können zutreffen oder auch nicht. Und gleich, ob sie zutrafen oder nicht, ist der Andere ungebunden. Da nichts bestellt wurde, ist man nicht zu Freude, Dankbarkeit oder Gegenleistung verpflichtet.

Damit aber können Erwartungshaltung und Reaktion aufeinanderprallen. Vorwürfe sind die übliche Folge, egal wie ungerechtfertigt diese sein mögen.

 

Was dann?

Ganz einfach:

1. höre auf zu raten, zu interpretieren, vorherzusehen, hineinzuversetzen.

2. sage es den Anderen

3. nimm alles wortwörtlich, nimm alles für bare Münze

4. sage den Anderen, was Du verstanden hast und wie du handeln wirst

5. handle konsequent

6. weise jede Aufforderung oder Kritik zurück, die eine Interpretation einfordert

Was nicht gesagt wird, wird nicht gemacht. Was gesagt wird, wird für bare Münze genommen. Ein „geht doch allein ins Kino“ führt dazu, dass man losgeht. Klare Aussage, klare Konsequenzen.

 

Klar ist das am Anfang ein bisschen ungewohnt und es kommt auch wenig feinfühlig daher. Aber der Mensch gewöhnt sich sehr schnell. Und letztlich profitieren alle davon:

Der Andere,  weil er komplizierte Konstruktion möglichst eindeutiger aber verborgener Andeutungen verzichten kann. Sagt er nichts, kriegt er nichts.

Du, weil Du nicht mehr alle Varianten möglicher Interpretationen berücksichtigen musst. Kein Blick zurück, kein was-wäre-wenn-anders-interpretiert erforderlich. Klare Anforderungen, klare Entscheidung.

Das (Zusammen) Leben wird ein Stück weit einfacher.